Volkskrankheit Adipositas?
Geschrieben von: Kristina   

Immer öfter wird in den deutschen Medien das Wort Adipositas in den Mund genommen und trotzdem, nehmen viele Menschen diese Krankheit nicht ernst. Denn sieht man einen stark übergewichtigen Menschen, so sind diverse Vorurteile schnell gefunden. Oft wird gedacht, dass diese Menschen sich nicht zügeln können und sie einfach zu faul sind sich zu bewegen. Dass diese Vorurteile nicht stimmen, interessiert kaum jemanden. Dabei ist Adipositas, oder auch Esssucht genannt, eine ernst zu nehmende Krankheit. Genauso, wie beim anderen Extrem, der Magersucht, sind die Folgen, dieser psychischen Erkrankung meist sehr schwerwiegend. Denn diese reichen von Diabetes, meist schon in jungen Jahren, bis hin zum Herzinfarkt. Doch soweit muss man es nicht kommen lassen. Denn Esssucht wird meist durch Frust, Trauer oder Einsamkeit ausgelöst. Hier gilt das Essen als Trost oder Partnerersatz. Beginnt man erst einmal Essen, als Trostpflaster an zu sehen, kommt man schnell in eine Spirale, aus der man sich ohne professionelle Hilfe nur sehr schwer befreien kann. Denn mit der Gewichtszunahme, kommt meist auch eine umso größere gesellschaftliche Ausgrenzung, die nur zu noch mehr Frust und Trauer führt. Diese Gefühle führen dann wieder zum Essen in großen Mengen, so genannten Fressanfällen. Viele Betroffene schämen sich für ihr Verhalten und trauen sich deshalb nicht, professionelle Hilfe auf zu suchen. Dabei, gibt es Kliniken, in denen man neben der psychologischen Behandlung, auch wieder den vernünftigen Umgang mit Nahrung lernt. Außerdem sollte man sich immer bewusst sein, dass das Krankheitsbild, der Adipositas immer mehr Menschen auf der ganzen Welt betrifft.